
Die Mauereidechse ist seit Jahrhunderten ein fester Bestandteil der Fauna in der Region Nordwestschweiz. Sie hat – wie viele Reptilienarten – seit 1850 massive Bestandsverluste erlitten und gilt heute in den beiden Basel als gefährdet.
Steinhaufen, Steinlinsen, Steinplatten und massige Steinwälle an sonniger Lage sollen dem wärmebedürftigen Reptil die Niederlassung schmackhaft machen. Mit ihren Hohlräumen bieten diese Steinstrukturen der Mauereidechse Schutz, Rückzug und Sonnengelegenheiten in einem. Sie sind in vielfältige Wiesen- und Ruderalflächen eingebettet, die eine individuen- und artenreiche Wirbellosen-Fauna nähern: Heuschrecken, Käfer, Spinnen, Schnecken und Regenwürmer – Nahrung wiederum für die Mauereidechse.
An gewissen Stellen der Steinwälle führen unsichtbare, mit Steinen gefüllte Schächte steil nach unten in eine horizontale Überwinterungskammer, die mit Erdreich überdeckt ist und so den Mauereidechsen ein frostfreies Winterquartier bietet. Mit Ausnahme einiger wärmeliebender Schneckenarten, die gezielt angesiedelt werden, sollen die verschiedenen Tierarten nach und nach spontan in die kleine Naturfläche nördlich des Gebäudes einwandern – auch die Mauereidechsen, die bereits an den SBB-Linie leben.
Für die Mauereidechse ist die Ansiedlungsfläche von Futuro allein zu klein, um ihren Bestand längerfristig sichern zu können – aber es ist immerhin ein Anfang.