Die Begegnung von Kunst und Architektur ist eine Quelle gegenseitiger Inspirationen und spannender Grenzüberschreitungen. Bei der Ausarbeitung des Kunstkonzepts für das Futuro sollte die Kunst mit der aussergwöhnlichen Architektur in einen Dialog treten und gleichzeitig die Anliegen der Basellandschaftlichen Gebäudeversicherung reflektieren.
Bei der Ausarbeitung des Kunstkonzepts sollte das Thema Lebensräume eine inhaltliche Orientierungshilfe bieten. Denn: Lebensräume zu versichern, zu schützen, aber auch zu schaffen, sind die Hauptaufgaben der Basellandschaftlichen Gebäudeversicherung.

Arbeiten von folgenden Künstlerinnen sind im Futuro präsent:

Ein Symbiont durchwuchert das Mauerwerk virtuell und treibt Blüten aus der Betonwand. Die Eigenschaft, nach Lichtkonsum zu leuchten, wohnt ihm inne und ist Teil der symbiontischen Interaktion mit den Benutzern des Gebäudes. Es nährt sich von destruktiven Gefühlen, von der Angst der Menschen und gibt im Gegenzug Begeisterungsfähigkeit und Inspiration ab.

Wenn wir vom Boden sprechen, meinen wir damit eine dünne Schicht zwischen dem unbelebten Material des Erdinneren und der Atmosphäre. Die Umwandlung der Erdkruste unseres Planeten in fruchtbare Böden, die Pflanzen und damit auch Tieren und Menschen die Lebensgrundlage bilden, verdanken wir in erster Linie der Aktivität von Lebewesen. Böden sind lebendige Systeme, Lebensraum für eine Vielzahl von Organismen, die wir möglichst vorsichtig und umsichtig behandeln sollten. (B. Schmid/O. Schelske: Der Boden lebt, 1997)

Zwei fast gleiche von Hand gegossene Glasköper – magische Objekte für Auge und Tastsinn – fokussieren auf das je verschiedene Pflanzenwachstum bei nur leicht, aber entscheidend unterschiedlichen Voraussetzungen, was die Beschaffenheit des Bodens anbelangt.